Presse

Pressemeldungen zum 3. Binger Ehrenamtstag 

Binger Allgemeine Zeitung, 18.6.2018

von Sören Heim

BINGEN - Es ist bereits das dritte Mal, dass sich Binger Vereine und Initiativen zum Tag des Ehrenamtes zusammentun und sich selbst, ihre Konzepte und Projekte vorstellen, miteinander ins Gespräch kommen und natürlich auch ein wenig das Ehrenamt feiern. Zurecht: Die Zahlen, die Birger Hartnuss von der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung zur Begrüßung vorstellt, beeindrucken: Fast jeder zweite Rheinland-Pfälzer engagiert sich ehrenamtlich. Das gilt auch für Bingen: Ohne Ehrenamtliche wäre Bingen deutlich weniger lebenswert.

Alles ist ein wenig größer zum diesjährigen dritten Tag des Ehrenamtes, den die Stadt gemeinsam mit dem Stift St. Martin ausrichtet. Es wurde nicht mehr auf den Fluren und im Café des Stifts aufgebaut, sondern im deutlich weitläufigeren Kulturzentrum, wo auf dem Außengelände in Kooperation mit dem Ehrenamtstag auch das dritte Streetfood Festival stattfindet. Ebenfalls eine ehrenamtlich getragene Veranstaltung, die dafür sorgt, dass Ehrenamtliche und Gäste an diesem Samstag auch kulinarisch versorgt sind.

GEBALLTES WISSEN

Handfeste Informationen gab es bei den Vorträgen im Kulturzentrum. Dort erfuhr man von Dr. Rolf Meier etwa Wissenswertes zur EU-Datenschutzgrundverordnung für Vereine.

Über den Nutzen der landesweiten Ehrenamtskarte informierte Birger Hartnuss: Die Ehrenamtskarte ermöglicht Ehrenamtlichen in Rheinland-Pfalz, von zahlreichen Vergünstigungen zu profitieren.

Einen Workshop zum Thema „Gute Pressearbeit für Vereine“ leitete Helena Sender-Petry von der Allgemeine Zeitung.

Insgesamt fast 30 Initiativen sind dem Ruf gefolgt, sich im Kulturzentrum vorzustellen. Da sind die vielfältigen Angebote des Stift St. Martin, wie etwa der Treff im Stift, der Einkaufsservice oder das Repair-Café. Da sind die Caritas, die ihr Programm „Seniorenlotsen“ vorstellt oder auch die evangelischen Kirchengemeinden. Und ebenso Angebote, die man vielleicht gar nicht auf dem Schirm hat. Etwa der Bridgeclub Bingen/Rhein-Nahe, der das komplexe Kartenspiel als eine ideale Möglichkeit bewirbt, auch im Alter fit zu bleiben. Oder die Initiative „Fußballarbeit für Migranten und Flüchtlinge“. Diese ist aus einem Projekt zweier Freunde hervorgegangen und organisiert regelmäßig freundschaftliche Fußballspiele und Turniere für Flüchtlinge in und um Bingen. Mitinitiator Marc Linden nutzt den Ehrenamtstag gleich, um mit der Binger Flüchtlingshilfe und der Flüchtlingsbetreuerin Nevim Süngüz-Yilmaz ins Gespräch zu kommen. Vor der Tür hat der Malteser Hilfsdienst aufgebaut, stellt seine Besuchshunde vor und ermöglicht es, an einem Dummy Wissenswertes zu den Themen Beatmung, Infusionen und Herzdruckmassage zu lernen.

Und auch zwischen den wissenswerten Vorträgen war auf der Bühne die ganze Zeit etwas los. Musikalisch begrüßten Andrea Nichell-Karsch und Clemens Zerback die Gäste, später unterhielt unter anderem Jelyssa Olga Dias Esteves mit Gesang an Gitarre und Klavier. Zum Mitmachprogramm „Zirkuswiese“ luden draußen Nelly Ackermann und Elias Fehr von pYr-art ein: Hier konnten Kinder spielend Jonglieren lernen. Auch Kinderschminken, Malen mit dem Verein Phoenix e.V. oder ausgelassenes Herumhüpfen auf der beliebten Hüpfburg des Flummilandes standen auf dem Programm.

Die Übergänge zum Street-Food Festival gestalteten sich dabei fließend, genauso wie es von den Veranstaltern geplant war. Allein, dass erst mittags das Besucherinteresse merklich stieg, wurmt ein wenig: „Im nächsten Jahr müssen wir später anfangen“, urteilt der Ehrenamtsbeauftragte Stefan Bastiné.

Binger Allgemeine Zeitung,  13.06.2018


Streetfood-Festival und Ehrenamtstag in Bingen: Zwei Veranstaltungen machen gemeinsame Sache 

Von Erich Michael Lang

BINGEN - Eine Tradition ist begründet. Nach Binger Redensart darf von Tradition gesprochen werden, wenn sich ein Ereignis zum dritten Mal wiederholt. Dies ist nun beim Internationalen Streetfood-Festival, das am 16. Juni rund um das Kulturzentrum über die Bühne gehen soll, der Fall. Und mit der Tradition kommt auch eine Veränderung daher. Denn bislang stieg das Event in der Martinstraße. Der Freidhof wird nun nicht nur deshalb angesteuert, weil dort die Infrastruktur mit Wasser- und Stromanschlüssen besser ist, wie Vorsitzender Frank Klöckner sagt. Parallel zu Streetfood wird es nämlich im Kulturzentrum den Ehrenamtstag geben, ebenfalls den dritten.

Die Veranstalter erhoffen sich davon gegenseitige Belebung und größeres Interesse. Klöckner geht von 800 Besuchern des Festivals aus; mit nach oben hin offener, freudiger Erwartung. Der Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, Stefan Bastiné, kündigt an, dass die Bühne am Freidhof auch genutzt werden soll, um in kleinen Talkrunden ehrenamtlich Aktive vorzustellen. Also werden sich die beiden Veranstaltungen inhaltlich ergänzen. Wobei natürlich die Bühne auch für Livemusik zur Verfügung steht. Willkommen ist eine Jam Session, die Bühne ist offen für jedermann. Straßenkünstler werden wieder dabei sein. Und abends, ab 19 Uhr, spielt Seven Senses zum Ausklang.

ANGEBOTE RUND UM DEN FREIDHOF

Beim dritten Internationalen Streetfood-Festival Bingen mit dabei sind: Internationaler Freundeskreis, Türkischer Kulturverein, Stift St. Martin, MSS der Hildegardisschule, Rishi’s Indische Spezialitäten, Sasi’s Küche.

Ehrenamtstag im Kulturzentrum: An circa 25 Ständen im Kulturzentrum können sich die Bürger über ehrenamtliches Engagement in Bingen informieren. Wie auch an den vergangenen Ehrenamtstagen gibt es ein Fachprogramm in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums.

11 Uhr: Informationen zur EU-Datenschutzgrundverordnung, Referent: Dr. Rolf Meier (Gau-Algesheim).

12 Uhr: Informationen zur landesweiten Ehrenamtskarte, Referent: Birger Hartnuß (Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung, Staatskanzlei Mainz).

13 Uhr: Workshop „Gute Pressearbeit für Vereine“, Referentin: Redaktionsleiterin der Allgemeinen Zeitung Bingen, Helena Sender-Petry.

Ansonsten findet auch ab 11 Uhr im großen Saal, in dem sich auch die Infostände finden, ein kleines Rahmenprogramm statt.

Das Festival kann zwischen 10 und 22 Uhr besucht werden. Vorsitzender Klöckner bittet schon jetzt um Verständnis, dass die teilnehmenden Vereine nur schwer die Mengen der angebotenen Speisen kalkulieren können, weil die Nachfrage jeweils nur grob geschätzt werden kann. Deshalb sei es möglich, dass gegen Abend einiges nicht mehr angeboten werden könne. Es gilt der alte Kaufmannsslogan: „Solange der Vorrat reicht.“

Ökologisch, nachhaltig und regional soll das Angebot an Speisen wieder sein. Vom Piemonteser Weiderind bis zu indischen und türkischen Spezialitäten. Natürlich bietet jeder der sechs Stände auch vegetarische und vegane Alternativen. Der Festivalverein bietet außerdem einen Kuchen- und Getränkestand. Ein Zelt gibt es auch, aber die Aktiven hoffen natürlich auf gutes Wetter.

Über die Standgebühren und die Umsatzbeteiligung nimmt der Verein, der sich mit seinen rund 15 Mitgliedern gerade in der Gründungsphase befindet, das Geld ein, das ebenso traditionell einem guten Zweck gespendet wird. Unter verschiedenen Vorschlägen wird jeweils ausgewählt. „In diesem Jahr geht der Erlös an den Tierschutz Bingen für sein Katzenhaus-Projekt“, sagt Frank Klöckner.

Die jüngsten Besucher dürfen sich unterdessen aufs Schminken, Malen mit Straßenkreide und eine Hüpfburg freuen. Übrigens hat der Termin des Festivals nun auch Tradition und ist leicht zu merken: Immer der dritte Samstag im Juni.

Wer am 16. Juni dann auch dem Kulturzentrum einen Besuch abstatten möchte, wird an rund 25 Ständen mit Vereinsaktiven ins Gespräch kommen können. Unter anderem am Stand der TH, wo der Wendelinhof vorgestellt wird und das Repair Café. Auch der Ehrenamtstag bietet seinen Gästen ein Rahmenprogramm.